Wir zelten

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Sie bringen einen Duft von Lagerfeuer mit, sind verschwitzt, müde und selig. „Es war wieder total toll“, bestätigen W, Sohnemann, Tochter 3 und 4 einhellig.

Bereits zum zehnten Mal waren sie mit einigen anderen Familien beim Zelten. Der Termin „Zeltlager“ ist fester Bestandteil unserer Jahresplanung. Die Kinder entscheiden immer wieder, ob sie mit W mitfahren. Ich brauche nicht zu entscheiden, ich weiß es: Zelten ist nicht mein Ding. Lagerfeuer, tolle Familien, Musik, spielen und basteln, quatschen, lecker essen, Spaß haben – wunderbar. Bis auf das Schlafen im Zelt …

Beim ersten Mal vor neun Jahren war ich, dem Zelten eher abgeneigt, dabei. Aus Liebe zu meiner Familie. Wir fuhren gut gelaunt bei strahlendem Sonnenschein und hochsommerlichen Temperaturen los. Am Zeltplatz kam es, wie es kommen musste: ein Gewitter zog auf, es kühlte blitzschnell auf frische, nasse acht Grad ab. In einer Regenpause stellten wir die Zelte auf. Erst spät am Abend war es möglich, das Lagerfeuer zu entfachen. Eingepackt in Decken und warme Fleecejacken saßen wir nur kurz dabei. Während der Nacht verabschiedete sich dann meine Luftmatratze – pfffff – von ihrem Inhalt und lag flach auf dem Boden. Ws „Bett“ zeigte sich solidarisch und ebenfalls als defekt.

Am Morgen war ich entsprechend übermüdet, durchgefroren, schlecht gelaunt und etwas in Sorge um Tochter4, die ich da noch im Bauch spazieren trug.

Die Gruppe fuhr den Tag über zum Aufwärmen und Spaß haben in das benachbarte Thermalbad. Ich fuhr in Absprache mit W nach Hause und wusste es jetzt ganz genau: Zelten ist wirklich nicht mein Ding.

Seitdem fährt W jedes Jahr zum Zelten und die Kinder entscheiden jeweils, ob sie mitfahren. In der Zeit genieße ich den Kurzurlaub zu Hause. So ist Allen bestens gedient. Vor allem Tochter4 ist seit jeher ein Draußen – Kind und liebt das Zelten. Ob das etwas mit meinem „Annäherungsversuch“ im Sommer 2004 zu tun hat 😉 ?

Bild von Fotolia: Two pairs of legs stick out from blue tent on grass © Pavel Losevsky #31492879

Über C. K.

Diplom-Sozialpädagogin (FH), Coach, Dozentin, Trainerin, Bloggerin, Ehefrau, Mutter von fünf Kindern, und seit 52 Jahren Aprilscherz ... Und Grübel - Karussell war gestern.
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