Vom Müssen, vom Können und vom Wollen

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Während ich heute früh aufstand, blieb mein Kreislauf noch ein bisschen liegen, um sich weiter auszuruhen. Kein „runder“ Start in einen verplanten Tag. „Erst mal frühstücken“, beruhigte ich mich selbst, „dann aber!“

Die To-do-Liste ist lang, ich muss noch so viel erledigen. Außerdem muss ich das schöne Wetter ausnützen und die Wäscheberge wenigstens ein bisschen abtragen.

„Nicht mal mehr zwei Wochen!“ schießt es mir durch den Kopf, „dann geht die Schule wieder los. Wir müssen noch so viel einkaufen und besorgen!“ Und die Renovierung im Wohnzimmer. Und die Vorbereitung der Schulungen nächste Woche. Ich muss …

Vielleicht kennen Sie das auch: je schlapper man sich fühlt, desto größer und unüberwindbarer scheint der Berg an Aufgaben, den man vor sich hat. Stress! –

Ich habe für mich gelernt, in solchen Momenten nicht länger zu müssen, mich auf das Nötigste an Aufgaben zu beschränken und erst mal Pause zu machen. Ich habe mich also mit einer grossen Tasse Milchkaffee auf den Balkon gesetzt und – genau – nichts gemacht.

Die Wäsche kann ich auch morgen waschen, das Skript für die Fortbildungen kann ich auch nächste Woche noch anfertigen, das Wohnzimmer können wir streichen, wann es uns passt und wann wir wollen, und wenn es noch Wochen dauert – auch gut. So habe ich nach und nach meine lange Liste „ent-musst“.

Mein Kreislauf war erst ein bisschen zögerlich, ob ich das jetzt wirklich ernst meine und sitzen bleibe. Doch dann hat er es sich bei mir gemütlich gemacht und wir haben beide den geschenkten Tag sehr genossen, (fast) ohne schlechtes Gewissen.

Haben Sie es heute Nachmittag auch bemerkt? Die Welt ist tatsächlich trotz meiner grenzenlosen Faulheit nicht eingestürzt 😉 .

In diesem Sinne wünsche ich Ihnen noch einen schönen, musslosen Abend.

Bild von Fotolia: recycle please | #5006142 | Urheber: ioannis kounadea

Über C. K.

Diplom-Sozialpädagogin (FH), Coach, Dozentin, Trainerin, Bloggerin, Ehefrau, Mutter von fünf Kindern, und seit 52 Jahren Aprilscherz ... Und Grübel - Karussell war gestern.
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