Sinn(e)volle Fastenzeit – Der Impuls zum 2. Fastensonntag: Einen Augenblick, bitte

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Der Augen – Blick

1. Auf FOCUS Online habe ich zum heutigen Sinn „Sehen“ eine sehr gut aufgemachte Artikelserie vom 19.02.2009 mit dem Titel „Blickpunkt Auge – Das Universum auf der Netzhaut“ gefunden. Sie beginnt mit den Worten:

„Höchst unzufrieden war Hermann von Helmholtz mit dem menschlichen Auge. ‚Würde mir jemand ein optisches Gerät mit solchen Fehlern anbieten, würde ich es in aller Deutlichkeit zurückweisen‘, soll der berühmte Physiker vor 150 Jahren gesagt haben. Dennoch konnte er nichts Vergleichbares nachbauen. Wissenschaftler und Mediziner in aller Welt arbeiten seither an einem künstlichen Auge oder einem Computersystem, um verlorenes Augenlicht zu ersetzen. Und noch immer gelingt es ihnen nur mangelhaft.“

2. Zum menschlichen Auge gibt es unglaublich viele interessante Informationen. Ich habe daraus ein paar Zahlen für Sie ausgewählt:

  • Der Durchmesser des Augapfels bei einem Neugeborenen beträgt 17 mm, bei einem Erwachsenen 24 mm.
  • Für das trichromate Farbensehen sind 7.000.000 Zapfen zuständig, für das Schwarz-weiß-Sehen (z.B. in der Dämmerung) 125.000.000 Stäbchen.
  • Die Tränenproduktion beginnt ca. in der dritten Lebenswoche. Ein Erwachsener produziert 38 mg Tränenflüssigkeit pro Stunde, ein Kind 84 mg/h.
  • Das Gesichtsfeld eines Menschen, der den Kopf gerade hält und geradeaus schaut, beträgt horizontal ca. 175° (Frosch 330°, Fliege 300°, Turmfalke 300°, Krokodil 290°, Schleiereule 160°, Schnecke 100-180°).

Mein Augen – Blick

  1. Meine Einschränkung des Sehvermögens kam mit mir gemeinsam zur Welt. Vor fünfzig Jahren war die Augenheilkunde lange nicht so weit wie heute. Die Behandlung von Kindern war eine große Ausnahme. So fuhren meine Mutter und ich regelmäßig in die große Stadt zu einem versierten Augenarzt, der mich untersuchen konnte und schließlich vor Schuleintritt operierte. An der Grundschule war ich damals unter ca. 250 Kindern das erste und einzige mit einer Brille. Heute kaum vorstellbar.
  2. Eines Tages, ich war Ende 20, sprach mich an der Supermarktkasse eine junge Frau an: „Sag mal, du bist doch die Christine, oder?“ – Verdutzt sah ich sie an, bejahte und fragte sie: „Woran hast du mich denn nach so vielen Jahren erkannt?“ – „An deinen Augen“, antwortete sie. „So einen Blick hat nicht Jeder. Das ist sowas wie dein Markenzeichen.“ Diese Episode hat meinen Blick auf die Einschränkung sehr ins Positive verändert. Ich bin meiner Schulkollegin noch heute dankbar für diesen anderen Blickwinkel.

Ihr Augen – Blick

Nehmen Sie sich ein paar Momente Zeit und beantworten Sie die folgenden drei Fragen für sich und in aller Ruhe:

  1. Wie gut sehen Sie? Ist das Sehen oder ein anderer Sinn bei Ihnen am besten ausgebildet? Sehen Sie alle Farben und auch bei Nacht ausreichend gut (z.B. beim Autofahren)? Tragen Sie eine Brille oder Kontaktlinsen? Kommen Sie gut damit zurecht?
  2. Sind Sie ein visueller Typ? Merkt man dies an Ihrer Sprache („das sehe ich nicht ein; das habe ich kommen sehen; einen Augenblick; da blick ich nicht durch; schau mal, Schatz; ich glaub nur, was ich seh´…“). Können Sie sich Informationen wie Daten, Zahlen oder Gesichter am besten einprägen, wenn Sie sie vor sich sehen?
  3. Wie sehen Sie sich selbst? Äußerlich und innerlich? Sind Sie mit sich zufrieden, z.B. mit Ihrem Aussehen? Werfen Sie oft einen positiven Blick auf sich, auf Ihr Leben? Wo sehen Sie Ihre Stärken? Wo sehen Sie Ihr großes Potenzial, das Sie noch entwickeln können oder wollen? Wie sieht Ihr Blick in die nahe oder weitere Zukunft aus?

Ich wünsche Ihnen einen zweiten Fastensonntag mit vielen wunderbaren Augenblicken und eine erfüllte Fastenwoche. Im nächsten Impuls wird es um das Hören gehen.

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Meine Empfehlung:

Der Blogartikel von Gabriele Panning zu den Bibeltexten des 2. Fastensonntags:

Ein  neuer Geschmack von Leben – „sehen“ in einem neuen Licht

Haben Sie schon einmal den Sternenhimmel im Vorderen Orient oder einer vergleichbaren Region gesehen? Wenn ja, dann wissen Sie welch überwältigende Flut von Sternen sich da in den Nachthimmel ergießt. Überwältigend schön!
Und genau so war der Nachthimmel, in den der Patriarch Abraham geschaut hat …

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  • Impuls zum 1. Fastensonntag: Hat es Ihnen geschmeckt?
  • Gedanken zur Fastenzeit

Bild von Fotolia: Logodesign © Microstockfish #49252472

Über C. K.

Diplom-Sozialpädagogin (FH), Coach, Dozentin, Trainerin, Bloggerin, Ehefrau, Mutter von fünf Kindern, und seit 52 Jahren Aprilscherz ... Und Grübel - Karussell war gestern.
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