Mein Adventskalender 2015: J wie Jahreskurs – Rückblick auf Teil II

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Vor dem zweiten Teil des Jahreskurses „Selbstmanagement & Kommunikation“ hatte ich noch überlegt, wie lange wir nach vier Wochen Pause wohl Anlauf bräuchten, um wieder in die Gruppe zu finden. Doch schon kurz nach der Begrüßung waren alle Bedenken verflogen. Wir hatten, so mein Eindruck, gleich wieder unseren „Ton“ gefunden, waren vertraut und arbeitsfähig.

Während es in der ersten Einheit hauptsächlich darum ging, uns auf gemeinsame, tragfähige Regeln zu verständigen, standen dieses Mal die Umsetzung der Regeln und förderliche Kommunikation im Vordergrund. Meine Idee dazu war, dass Kritik, Missverständnisse oder Probleme adäquat angesprochen werden können und nicht „geschluckt“ werden (müssen), im „Untergrund“ weiterbrodeln und die Stimmung nach und nach vergiften.

Die Teilnehmer/innen waren mit Konzentration und Spaß bei der Sache und probierten in verschiedenen Übungen z.B. Dinge aus, die sie sonst „nie tun würden“, wie Jemandem ins Wort zu fallen und über etwas ganz Anderes weiterzureden.

Im Weiteren erarbeiteten wir uns dann das Rückfragen (Wie meinst du das? Was willst du damit sagen? Was genau verstehst du unter dem Begriff XY?), sowie nach und nach das aktive Zuhören. Anders, als im Small Talk oder einer Unterhaltung, steht hier der Erzählende mit seinem Anliegen oder seiner Frage im Mittelpunkt des Gesprächs.

In einem gespielten Dialog erzählte dazu ein Teilnehmer (TN) von einer Situation in der Arbeit und seine Gruppenkollegin (TNin) reagierte so, wie es im Alltag oft passiert: „Ja, da kann man nix machen. Überlastet? Das sind wir doch alle irgendwie, oder? Dem Z geht´s auch so!“

Im zweiten Durchgang bat der TN sein Gegenüber um ein Gespräch und formulierte seine Erwartung: „Danke, dass du dir Zeit nimmst. Ich habe ein Problem in der Arbeit, für das ich eine Lösung suche, und hätte das gern mit dir besprochen.“ – „Lösung? Das haben wir gleich. Probleme in der Arbeit, das kenne ich!“ war die prompte Antwort und das Gespräch verlief im Prinzip wie beim ersten Durchgang.

Beim dritten Mal setzte dann die TNin aktives Zuhören ein. Durch das Beantworten ihrer konkreten Rückfragen wurde dem TN klar, wo genau sein Problem liegt und was ihn daran so belastet. Die Beiden zeigten eindrücklich, wie es gehen kann und worin der Wert dieser Gesprächsart liegt. Hätten wir die Übung fortgesetzt, wäre der TN vermutlich noch auf verschiedene Lösungsansätze gekommen.

Im Laufe des Samstagvormittags hatten wir dann genug zum Thema Kommunikation gearbeitet. Wir griffen die Bitte einer Teilnehmerin auf und die Gruppe widmete sich in Einzelarbeit folgenden spannenden Fragen: Was verstehst du unter Zufriedenheit? Was ist das für dich? Was gehört für dich dazu? Wann bist du zufrieden und wann nicht?

Wir beendeten dieses zweite Treffen in intensiver Stimmung und die Teilnehmer/innen nahmen die Fragen als „Hausaufgabe“ mit.

Die zweite Einheit war eine große Bereicherung, weil ihr, liebe Jahreskursler/innen, wieder eure Ideen eingebracht und so aktiv mitgearbeitet habt. Ich danke euch herzlich dafür. In diesem Sinne freue ich mich darauf, morgen Abend und am Samstag den von mir gesteckten Rahmen der dritten Einheit mit euch gemeinsam mit Leben zu füllen.

Notiz: In meinem persönlichen Adventskalender 2015 orientiere ich mich am Alphabet und „öffne“ jeden Tag einen Begriff, der mir auf- oder eingefallen ist oder der mich den Tag über begleitet hat. Ich freue mich, wenn Sie mit dabei sind und sich ein wenig inspirieren lassen. Apropos: Welcher Begriff fällt Ihnen spontan zu J ein?

Bild von Fotolia: #90483391 | © PicsTec | Strahlenhintergrund

Über C. K.

Diplom-Sozialpädagogin (FH), Coach, Dozentin, Trainerin, Bloggerin, Ehefrau, Mutter von fünf Kindern, und seit 52 Jahren Aprilscherz ... Und Grübel - Karussell war gestern.
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