Der 42. Coaching – Tipp am Donnerstag: Von Auge bis Zahn – Krankheit und Sprache

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Am vergangenen Wochenende habe ich ein paar Tage lang das Bett gehütet. Erst war ich, als eine eher ungeduldige Patientin, genervt von dieser Zwangspause. Gerade jetzt, wo so viel zu tun ist, muss ich krank werden. Muss ich? Offensichtlich schon.

Ich nahm also die Erkrankung als Hinweis und versuchte, dem Zusammenhang mit meiner momentanen Situation nachzugehen. Schnell war mir klar, was mir „an die Nieren geht“, und ich konnte konkrete Verbesserungen „in’s Auge fassen“.

Es gibt unzählige Redewendungen, die auf Krankheitsbilder passen können:

  • Ich zerbreche mir den Kopf.
  • Ich habe die Nase voll.
  • Ich habe viel um die Ohren.
  • Jemand kommt auf dem Zahnfleisch daher.
  • Mir blieb das Wort im Hals stecken.
  • Das bricht mir das Herz.
  • Das geht mir an die Nieren.
  • Mir ist etwas über die Leber gelaufen.
  • Mir liegt etwas im Magen.
  • Ich fahre aus der Haut.
  • Etwas brennt mir auf den Nägeln.
  • Jemand fällt mir in den Rücken.
  • Jemand reißt sich (k)ein Bein aus.

Sicher wissen Sie noch einige weitere Beispiele.

Mit meinem heutigen Coaching – Tipp möchte ich Ihnen einen kleinen Anstoß geben:

  • Versuchen Sie herauszufinden, wenn es Ihnen nicht gut geht, Sie krank sind oder Schmerzen haben, ob Ihnen eine passende Redewendung dazu einfällt.
  • Gibt es vielleicht sogar einen Ausdruck, der häufig in Ihrem Sprachgebrauch vorkommt, wie z.B.: „Das finde ich so zum Kotzen.“, „Das ist doch kein Beinbruch.“ oder „Da mache ich mir keinen Kopf.“?
  • Sehen Sie einen Zusamenhang? Können Sie damit etwas anfangen und vielleicht sogar konkrete Erkenntnisse / Schritte ableiten?

Probieren Sie es einfach aus. Werden Sie in dem weiten Feld der Sprache als Ihr eigener Sprachforscher aktiv und nutzen Sie die Sprachbilder, um mehr über sich selbst und vielleicht auch Andere zu erfahren.

Ich wünsche Ihnen viel Freude mit Ihren Entdeckungen und eine angenehme Zeit bei bestmöglicher Gesundheit, bis zum nächsten Coaching – Tipp.

P.S.: Es macht mir immer wieder Spaß, mir Sprachbilder wörtlich vorzustellen. So habe ich das Bett natürlich deswegen gehütet, damit es nicht wegläuft ;-).

Über C. K.

Diplom-Sozialpädagogin (FH), Coach, Dozentin, Trainerin, Bloggerin, Ehefrau, Mutter von fünf Kindern, und seit 52 Jahren Aprilscherz ... Und Grübel - Karussell war gestern.
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