Der 29. Coaching – Tipp am Donnerstag: Träumen Sie noch oder gehen Sie schon?

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Vor einiger Zeit – ich lief mit meiner Tochter gerade von der Bushaltestelle nach Hause – fragte sie mich unvermittelt: „Was ist eigentlich dein Lebenstraum, Mama?“ Da brauchte ich nicht lange zu überlegen. In schnellen, kurzen Sätzen und mit großer Geste malte ich ein Bild meines Lebenstraumes.

Tochter2 blickte mich daraufhin an und meinte: „Das klingt toll. Und warum machst du´s nicht?“ Ich nannte ihr, wenn auch wenig überzeugend, einige sehr triftige und vernünftige Gründe, wieso ich diesen Traum nicht verwirklichen könnte. – Seit dem Gespräch hat mich diese Frage nicht mehr losgelassen.

Aus dem Stand ist mein Traum wohl tatsächlich nicht zu verwirklichen. Soll ich ihn also aufgeben? Oder sehnsüchtig und schmachtend weiterträumen? – „Eine meiner größten Motivationen ist meine unsagbar riesige Angst, irgendwas unversucht gelassen zu haben und das genau dann zu bereuen, wenn ich es nicht mehr ändern kann.“ habe ich gerade in einem Blogartikel gelesen. Das kann ich sehr gut nachvollziehen. Was also tun?

Hätte ich Jemanden mit dieser Fragestellung im Coaching sitzen, würde ich fragen: „Was ist der denkbar kleinste Schritt, den Sie auf das Ziel hin gehen könnten?“ Dieses Vorgehen heißt bei Sabine Asgodom „Mini – Mäuseschritt – Technik“, Monika Birkner nennt es „Babyschritte gehen“. Sicher gibt es noch andere Ausdrücke dafür, ein großes Vorhaben in kleine, überschau- und machbare Schritte zu verwandeln und diese dann zu gehen.

Mein heutiger Coaching – Tipp lautet:

  • Haben auch Sie einen Lebenstraum? Können Sie diesen auf Anhieb beschreiben? Oder ist er mit der Zeit „verschütt“ gegangen?
  • Wenn Sie aktuell keinen Lebenstraum haben: gibt es so etwas aus Ihrer Kindheit, wie z.B. einen bestimmten Berufswunsch („Wenn ich groß bin …“)?
  • Was ist der klitzekleinste Schritt, den Sie noch heute oder gleich morgen gehen könnten, um den Traum zu verwirklichen? Nur mal so als Gedankenspiel?
  • Haben Sie Lust, diesen Minischritt auch tatsächlich zu gehen?
  • Und dann noch einen? Und vielleicht noch einen? …

Sie haben Recht, so etwas braucht Phantasie, Kraft und Mut. Und es gibt 1000 Gründe, auf der Couch sitzen zu bleiben und etwas nicht zu tun. – Auf der anderen Seite gibt es die Aussicht, später auf der Couch zu sitzen und mit einem wehmütigen „Ach hätte ich damals nur …“ auf das Leben zurückzublicken.

Ich habe mich für das Tun entschieden. Und Sie?

Lassen Sie es sich gut gehen, bis zum nächsten Coaching – Tipp am Donnerstag.

Über C. K.

Diplom-Sozialpädagogin (FH), Coach, Dozentin, Trainerin, Bloggerin, Ehefrau, Mutter von fünf Kindern, und seit 52 Jahren Aprilscherz ... Und Grübel - Karussell war gestern.
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