Der 27. Coaching – Tipp am Donnerstag: Zweifellos selbstbewusst?

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Die Geschichte um die zwei Herren in schwarz von ZWEIFEL & Partner hat so viel positive Resonanz bekommen, dass ich ihr und der darin beschriebenen Strategie heute einen Platz bei den Coaching – Tipps einräume. Viel Freude damit!

Ohne Zweifel selbstbewusst

Die schwarzen Männer

Eines schönen Tages sitze ich am Schreibtisch und arbeite an meinem Kursprogramm. Da klingelt es an der Tür. Ich öffne zwei kräftig gebauten Männern in sportlich – eleganter, schwarzer Kleidung. Sie lachen mir freundlich entgegen. „Hallo Christine. Schön, dass du heute für uns Zeit hast. Dürfen wir reinkommen?“

Ich habe die Zwei von „ZWEIFEL & Partner“ bereits erwartet und bitte sie herein. Sie waren schon öfter hier. Immer wieder hatten sie mich nach ihrem „Auftritt“ stunden- oder sogar tagelang allein, deprimiert und bewegungsunfähig am Schreibtisch sitzend zurückgelassen. Doch heute wird ihr Besuch komplett anders ablaufen. Dieses Mal bin ich gut vorbereitet

Ein verlockendes Angebot

Die Beiden kommen direkt zur Sache und nennen mir gleich drei (!) Super – Vorteils – Angebote für ausgewählte Personen wie mich. Diese seien individuell stunden- oder auch tageweise buchbar und hätten sogar beste Bewertungen auf mydoubt.de.

  • Die ultimative Jammerstarre inklusive Tunsperre für Anfänger und Geübte, einfach und selbsterklärend in der Anwendung.
  • Der patentierte Zweifel – Koffer mit einem never ending Malstift in schwarz, 120 Entmutigungs – Mantras und vierfarbigem Klammerband für Hände und Füße.
  • Der exklusive „All you can doubt“ – Aufenthalt im tiefen Nixig – Tal, gerne auch im Kreis von Gleichgesinnten der Kategorie „Vorwurf/selbst“ und „Gewissen/schlecht“.

Die bessere Strategie

„Ich gestehe, die Angebote klingen verlockend“ antworte ich den beiden Herren. „Doch wisst ihr, ich habe inzwischen meine ganz eigene Strategie:

1. Annehmen und aufatmen

Es gibt Tage, da klappt nichts. Ich fühle mich schlecht und versinke in tiefen Selbstzweifeln. Dann mache ich es mir auf der Couch gemütlich und genieße in aller Ruhe ein oder zwei Tassen „Jammertaler Kräutertraum“. In Maßen genossen kann ich den nur empfehlen. Es tut gut, sich der Stimmung hinzugeben, entspannt und ermöglicht eine Pause. In Verbindung mit einem kleinen Spaziergang wirkt das wahre Wunder bei mir.

2. Angehen

Meinen Zweifel – Koffer habe ich für sehr gutes Geld verkauft und mir davon einen KFF 2.0 zugelegt. Wie der Name schon sagt, ist dies ein kontinuierlicher Freude – Finder mit 577 GB Speicherfunktion, eingebautem Dankbarkeitsmodul und automatischer EEE (Eigene – Erfolge – Erinnerung).

3. Anknüpfen

Ich habe ein solides Netzwerk mit zuverlässigen Partner/innen für alle möglichen Aufgaben wie: kommentarlos Zuhören, geschickt Ablenken, liebevoll Aufbauen, konstruktiv Feed back geben, verrückte Pläne schmieden u.v.m..

Ende gut …

Verdutzt schauen mich die beiden Männer an. „Das passiert uns auch nicht oft“ raunt der Eine. – „Zeig mal deine Kontakteliste!“ fordert der Andere. Er ist wohl überzeugt, doch noch einen Punkt zum Einhaken zu finden. Schnell überfliegt er die Namen, nickt hier und da. Plötzlich stutzt er. „Sieh mal, wer hier steht.“ Er stößt seinen Kompagnon in die Seite und zeigt auf einen Namen. „Birkner, Monika“ liest er vor.

Die Beiden nicken sich zu, packen eilig ihre Unterlagen zusammen und sind auch schon an der Tür. „Das hättest du uns auch gleich sagen können,“ mault der Eine, „dass du wirklich keinen Bedarf mehr an unseren Angeboten hast. Hm, vielleicht hast du ja Jemanden in deinem Netzwerk, dem du … Ach vergiss es! Wir haben eh so viel zu tun. Da ist es schon toll, dass du uns nicht mehr brauchst.“

Jetzt lache ich fröhlich und schiebe sie zur Tür hinaus. Zum Abschied gebe ich Jedem von ihnen meine Visitenkarte: „Hier, für alle Fälle. Falls ihr mal Zweifel habt, ob ihr noch im richtigen Job seid.“

© Christine Kiunke, www.kiunke-coaching.de, Februar 2013

Über C. K.

Diplom-Sozialpädagogin (FH), Coach, Dozentin, Trainerin, Bloggerin, Ehefrau, Mutter von fünf Kindern, und seit 52 Jahren Aprilscherz ... Und Grübel - Karussell war gestern.
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