Der 26. Coaching – Tipp am Donnerstag: Wenn bei uns Geburtstag ist

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Unsere Älteste feiert heute Geburtstag. Vor genau 19 Jahren hat sie das Licht der Welt erblickt. Kurz vor ihrem ersten Geburtstag entdeckte ich damals in einem Katalog einen Lichterbaum mit neun Kerzen und kleinen Figürchen. An ihrem ersten Geburtstag „gratulierten“ eine Kerze und acht kleine Figürchen. Einfach goldig. Ab dem Jahr steht bei uns immer der HABA – Baum auf dem Tisch, wenn es einen Kindergeburtstag zu feiern gibt.

Mit jedem Lebensjahr wurden und werden die Kerzen mehr und die Figürchen weniger. Ab dem zehnten Geburtstag erweitern wir den Baum um farbige Rauten mit Kerzen darauf. Heute stand ein richtiges Lichtermeer auf dem Tisch. Schön!

Zu unserer Kaffeetafel gehören ein besonderes Geschirr, das nur an Geburtstagen zum Einsatz kommt, und drei Luftballons an der Stuhllehne des Geburtstagskindes. Auf gar keinen Fall fehlen darf der Gesundheitskuchen (Gugelhupf) und die Geschichte des Geburts – Tages (die jedes Jahr kürzer wird *lach*).

Wir singen gemeinsam „Zum Geburtstag viel Glück“ und „Viel Glück und viel Segen“ und lassen das Geburtstagskind hochleben. Für alle sichtbar hängt im Fenster eine beleuchtete  Geburtstagssonne.

Schließlich darf sich das Geburtstagskind aussuchen, was es zum Essen geben soll. Heute waren das Rindsrouladen mit Blaukraut und Salzkartoffeln. Lecker!

Immer wieder frage ich unsere Kinder, ob wir den Geburtstagsritus aufhören sollen, wenn sie 16 oder 18 werden. Bisher haben sie vehement widersprochen. So behalten wir „unsere“ Geburtstags – Extras bei. Sie schaffen Verbindung, Verlässlichkeit und Freude, und machen uns als Familie aus.

Mein Coaching – Tipp beginnt heute mit einigen Fragen an Sie, die an den obigen Text anknüpfen.

Gibt es in Ihrer Herkunftsfamilie, in Ihrer jetzigen Familie, in Ihrem persönlichen Leben oder in Ihrem Umfeld ein oder mehrere Geburtstagsritual/e? Einen Ablauf, ein Lied, „Zutaten“ usw., die es so nur bei Ihnen gibt? Die Sie als Person, als Familie, als Team, als Gruppe, als Gemeinschaft auszeichnen und unverwechselbar machen?

Sprechen Sie darüber, freuen Sie sich daran, erzählen Sie davon, schreiben Sie mir, wenn Sie mögen, und halten Sie so dieses „Extra“ aufrecht oder zumindest die Erinnerung daran. (Vorausgesetzt, es sind nicht negative, sondern so schöne, angenehme und bereichernde Rituale wie sie das z.B. bei uns sind.)

Wenn es so etwas nicht gibt, beginnen Sie bei nächster Gelegenheit damit. Machen Sie es genauso wie wir, oder ein bißchen anders oder ganz anders … Viel Freude dabei!

Ich wünsche Ihnen von Herzen eine erfüllende, angenehme und schöne Woche, bis zum nächsten Coaching – Tipp am Donnerstag.

Über C. K.

Diplom-Sozialpädagogin (FH), Coach, Dozentin, Trainerin, Bloggerin, Ehefrau, Mutter von fünf Kindern, und seit 52 Jahren Aprilscherz ... Und Grübel - Karussell war gestern.
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