Der 25. Coaching – Tipp am Donnerstag: Unsicher? Aber sicher!

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Thema „Internet“: sehr interessant. Tag und Uhrzeit: passen. Als Referenten zwei Herren aus der Praxis: vielversprechend. Veranstaltungsort in Forchheim: perfekt. Schon hatte ich mich zu dem Vortragsabend angemeldet.

An dem Abend selbst freute ich mich darauf, neue Informationen zu hören, die Vortragenden zu beobachten und vielleicht das ein oder andere bekannte Gesicht zu sehen. Gleichzeitig kam in mir eine gewisse Unsicherheit auf. Mein Sehvermögen ist eingeschränkt und der Gedanke, gleich an einem fremden Ort zu sein, an dem ich mich (noch) nicht auskenne, bereitete mir einiges Unbehagen.

Eine Strategie, die mir an dem Abend geholfen hat und möglicherweise auch Ihnen in solch einer Situation hilft, lesen Sie in meinem heutigen Coaching – Tipp.

Vier Fragen und eine Antwort bei Unsicherheit

1. Was will ich?

Überlegen Sie sich grundsätzlich, ob Sie sich mit der Unsicherheit auseinandersetzen und dazulernen wollen oder (noch) nicht. Ja? Dann gehen Sie weiter zu Punkt 2.

2. Wie wird es werden?

Malen Sie sich in den düstersten Farben aus, was im allerschlimmsten Fall passieren wird. Für dieses „worst case szenario“ ist Ihre ganze Phantasie gefragt.

3. Was passiert wahrscheinlich?

Überprüfen Sie die einzelnen Punkte: Wie wahrscheinlich ist es, dass sie eintreffen? Lassen Sie sich dabei von Ihrem gesunden Menschenverstand leiten. Hier können Sie sich vermutlich von den meisten Bedenken verabschieden. Mit den wenigen, die jetzt noch übrig sind, gehen Sie weiter zu Punkt 4.

4. Was kann ich tun?

Überlegen Sie sich Ihren Handlungsspielraum und konkrete Alternativen zu den einzelnen Bedenken: „Was kann ich tun, wenn … ?“ Hier ergeben sich meist mehr Möglichkeiten als zunächst gedacht. Gehen Sie dann zu dem letzten und vielleicht wichtigsten Punkt.

5. Ich bin ich!

Nehmen Sie die Unsicherheit in konkreten Situationen einfach als Teil Ihrer Persönlichkeit an. Unabhängig davon, wie sicher oder souverän andere Menschen in solch einem Moment sind oder was sie von Ihnen denken könnten.

Leben Sie nach dem Motto: Ich bin mir ganz sicher, dass ich in der oder der Situation unsicher bin, und das ist in Ordnung so. Die Unsicherheit anzuerkennen und dazu stehen zu können zeigt keine Schwäche, sondern Selbstbewusstsein und große Stärke. Mit dieser Erkenntnis gewinnen Sie nach und nach immer mehr an (Selbst-)Sicherheit – ganz sicher.

Ich bin mir an der Stelle sicher, dass diese Strategie nicht für jede Person bzw. Situation geeignet ist. Probieren Sie sie aus, experimentieren Sie, verfeinern oder ändern Sie sie – kommen Sie so oder so einfach in´s Tun.

In diesem Sinne wünsche ich Ihnen eine fröhliche Woche, die hoffentlich so närrisch wird, wie Sie es sich vorstellen. Viel Spaß, bis zum nächsten Coaching – Tipp am Donnerstag.

P.S.: Wenn Sie mögen, schreiben Sie mir gerne Ihre Erfahrungen, entweder hier als Antwort auf den Beitrag oder per Email.

Über C. K.

Diplom-Sozialpädagogin (FH), Coach, Dozentin, Trainerin, Bloggerin, Ehefrau, Mutter von fünf Kindern, und seit 52 Jahren Aprilscherz ... Und Grübel - Karussell war gestern.
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