Der 14. Coaching – Tipp am Donnerstag: Eine tolle Vorstellung

Klick vergrössert Bild

Gestern Abend habe ich an einem dreistündigen Kurs von Mechthild von Scheurl-Defersdorf teilgenommen. Sie ist Philologin, Autorin, Begründerin des Konzeptes von LINGVA ETERNA® und Leiterin des Instituts für bewusste Sprache in Erlangen.

Inhalt des interessanten Kurses war „Die Macht der Sprache“. Frau von Scheurl-Defersdorf zeigte an vielen Beispielen und in einigen praktischen Übungen, wie die Auswahl von Worten die eigene Haltung und die Wirkung des Gesagten verändert.

Mein heutiger Coaching – Tipp greift ein Beispiel für bewusste Sprache auf:                        die persönliche Vorstellung. Nehmen wir dazu an, Sie stellen sich vor, z.B. im (Telefon-)Gespräch mit einem Kunden oder in einer Vorstellungsrunde (Meeting, Elternabend, Diskussionsrunde).

TIPP 1: Die richtige Formulierung

Obwohl wir im Alltag oft „Ich heiße“ oder „Mein Name ist“ sagen und hören, ist die treffendste Formulierung „Ich bin„.                                                                                       Beispiel: „Guten Tag, ich bin Christine Kiunke.“                                                                          Damit bringen Sie Ihren Namen und Ihre gesamte Persönlichkeit überzeugend und nachhaltig zum Ausdruck.

TIPP 2: Die passende Sprachmelodie

Wenn wir eine Frage stellen, gehen wir am Ende des Satzes mit der Stimme hoch.              Beispiel: „Gehen wir heute Abend in´s Kino?“                                                                      Wenn wir eine Aussage treffen, gehen wir mit der Stimme nach unten.                                  Beispiel: „Wir gehen heute Abend in´s Kino.“

Eine persönliche Vorstellung ist definitiv eine Aussage, sodass wir am besten am Satzende mit der Stimme nach unten gehen.                                                                                                 Beispiel: „Ich bin Christine Kiunke.“ [Richtig. Das ist so. Punkt.]

Anmerkung: Wenn Sie bei Ihrer Vorstellung die Stimme am Ende anheben, als käme nach Ihrem Namen ein Fragezeichen, wirkt dies eher unsicher, wenig überzeugt und überzeugend.                                                                                                                           Beispiel: „Ich bin Christine Kiunke? [Oder? Wirklich? – Das glaube ich nicht.]

TIPP 3: Angemessenes Sprechtempo

Unabhängig davon, ob Sie sich nur ab und zu oder mehrmals am Tag vorstellen:             Geben Sie Ihrem Gegenüber die Chance, Ihren Namen ganz und richtig zu verstehen. Dafür sprechen Sie betont langsam und machen nach dem „Ich bin“ eine kurze Pause. So hat Ihr/e Gesprächspartner/in Zeit, sich diese wichtige Information zu merken und braucht gegebenenfalls nicht mehr nachzufragen.                                                                    Beispiel: „Guten Tag, ´ ich bin Christine Kiunke.“

Es ist interessant zu hören, wie sich andere Personen vorstellen und wie dies wirkt. Und es ist spannend, wie eine kleine Änderung in Wortwahl, Sprachmelodie oder Sprechtempo etwas verändert. Probieren Sie es doch beim nächsten Mal einfach aus, wenn Sie sich vorstellen oder am Telefon melden, und erzählen Sie mir, wenn Sie mögen, von Ihren Erfahrungen.

Ich wünsche Ihnen eine unvorstellbar schöne Woche, bis zum nächsten Coaching – Tipp am Donnerstag.

Über C. K.

Diplom-Sozialpädagogin (FH), Coach, Dozentin, Trainerin, Bloggerin, Ehefrau, Mutter von fünf Kindern, und seit 52 Jahren Aprilscherz ... Und Grübel - Karussell war gestern.
Dieser Beitrag wurde unter Der Coaching-Tipp am Donnerstag, Kommunikation abgelegt und mit , , , , verschlagwortet. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

Kommentare sind geschlossen.