Der 12. Coaching – Tipp am Donnerstag: Ihre Unzufriedenheit als Motor für Verbesserungen

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„Lass uns doch mal was ausmachen.“ oder „Hast du Lust, dass wir mal wieder einen Kaffee zusammen trinken?“ Ich hatte den Eindruck, solche Gespräche, ohne dass konkrete Treffen daraus wurden, häuften sich immer mehr. Nicht, weil ich die Leute nicht mag oder weil es nur so dahingesagt war, sondern weil mir Beruf, Familie und Haushalt anscheinend keine Zeit mehr für die Kontaktpflege liessen.

Eines Nachmittags Ende August wurde mir klar, wie sehr mich dieser Umstand störte, wie unzufrieden ich mit diesem und auch anderen Punkten war. Ich setzte mich, bestens ausgerüstet mit Milchkaffee, Papier und Stift, auf den Balkon und begann aufzuschreiben. Dabei orientierte ich mich an der „Lebenswunschliste“¹ von Sabine Asgodom. Wovon ich gerne mehr in meinem Leben haben wollte, schrieb ich auf die linke Seite des Blattes, wovon ich gerne weniger haben wollte, stand rechts.

Das Wichtigste für mich war dabei, die „Schere im Kopf“ („Das geht eh nicht!“) auszublenden und erst einmal darauflos zu „spinnen“.

Im nächsten Schritt kreuzte ich die Punkte an, an denen ich selbst etwas ändern könnte. Wie könnte so eine Veränderung aussehen? Wer oder was könnte dagegenstehen oder dagegensprechen? Wer oder was könnte mir helfen, mich unterstützen? Was müsste anders werden, damit meine Wünsche in Erfüllung gehen könnten? Was wäre der „Preis“ dafür? Wäre es mir das wert?

Dann fällte ich u.a. diese zwei wichtigen Entscheidungen:

1. In dem passenden Rahmen für meine Schreiblust lesen Sie gerade dankenswerterweise.

2. Mindestens ein Mal pro Woche nehme ich mir bewusst Zeit für einen wichtigen Menschen aus meinem Freundes- und Bekanntenkreis. So wie heute.

Mein Coaching – Tipp für Sie: Mit welchem Punkt in Ihrem Leben sind Sie unzufrieden? Ist dies nur im Moment so und es gibt sich bald wieder? Oder läuft diese Unzufriedenheit schon länger „unterirdisch“ mit? Äußert sie sich gegenüber Personen, die nichts dafür können, an ungeeigneter Stelle, auf unpassende Art?

Nehmen Sie Ihre Unzufriedenheit an und ernst. Sie ist ein Signal und kann der Motor für eine positive Entwicklung, eine Veränderung zum Besseren sein. Manches ist ganz einfach, mit wenig Aufwand, zu verbessern oder zu beheben, manches ist aufwändiger. Belassen Sie es nicht beim Nörgeln oder Jammern. Werden Sie aktiv, gehen Sie es an. Gerne unterstütze ich Sie dabei, wenn Sie dies möchten.

Sollten Sie jedoch an den Bedingungen, die Sie unzufrieden machen, im Moment nichts ändern können, mobilisieren Sie die „Akzeptanzkraft“. Sabine Asgodom empfiehlt dazu in ihrem Buch: „Schließen Sie mit sich selbst eine Art Vertrag: Ich werde mir sechs Monate Zeit geben, nichts in dieser Sache zu tun. Und dann werde ich neu entscheiden, was ich tun will.“²

In diesem Sinne wünsche ich Ihnen alles erdenklich Gute und eine zufriedene Woche, bis zum nächsten Coaching – Tipp.

Sabine Asgodom: So coache ich. Kösel-Verlag, München, ²2012. ¹S. 170ff. ²S. 192ff.  € 17,99. ISBN: 978-3-466-30935-1

Über C. K.

Diplom-Sozialpädagogin (FH), Coach, Dozentin, Trainerin, Bloggerin, Ehefrau, Mutter von fünf Kindern, und seit 52 Jahren Aprilscherz ... Und Grübel - Karussell war gestern.
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