Der 11. Coaching – Tipp am Donnerstag: Small Talk – leicht gemacht (3)

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Im Coaching – Tipp vom vergangenen Donnerstag habe ich Ihnen Tipps zum Thema „Small Talk in einer großen Gruppe – was tun?“ gegeben.

Stellen Sie sich nun vor, Sie treffen auf Jemanden, Sie finden sich auf Anhieb sympathisch und beginnen ein „kleines Gespräch“. Ungezwungen, freundlich, angenehm. Eine wunderbare Situation, nicht wahr?

In der Realität ist es erfahrungsgemäß oft anders, da läuft Small Talk (vorausgesetzt, dass er überhaupt zustande kommt) nicht immer so reibungslos ab.

Was glauben Sie: zu wieviel Prozent sind Sie für ein Gespräch, d.h. seinen Beginn, seinen Verlauf und sein Ende, verantwortlich? Ganz genau: zu 50 Prozent. Das heißt:

  • Im Idealfall treffen sich beide Gesprächspartner (GP)* sozusagen in der Mitte, der „Gesprächsball“ bleibt im Spiel, geht in einem anregenden Gespräch hin und her.
  • Übernimmt ein GP 100% des Gesprächs und „textet den anderen zu“, entsteht schnell ein Monolog. Der andere GP hat kaum eine bis keine Möglichkeit, sich in das Gespräch einzubringen, den Gesprächsball zurückzuspielen.
  • Nutzt ein GP seinen Anteil sehr wenig, stellt keine Fragen und gibt nur einsilbige Antworten, spielt also den Gesprächsball mit wenig oder kaum Elan, blockt bzw. verhindert er ein flüssiges Gespräch („Blockerfalle„).
  • Stellt ein GP zu persönliche oder indiskrete Fragen, versucht Sie also auszuhorchen oder auszufragen, nutzt er zwar vielleicht die 50%-Regel. Doch er hält sich nicht an die üblichen Spielregeln und bewegt sich damit außerhalb des Rahmens eines Small Talks (und auch eines „normalen“ Gesprächs).

Vielleicht kennen Sie die ein oder andere Situation sogar und fragen jetzt zurecht: „Was kann ich tun, wenn ein Small Talk einfach nicht gut läuft?“

Mein Coaching – Tipp: Übernehmen Sie die Verantwortung für sich und Ihre „50 Prozent„. Sie haben nach meinem Dafürhalten sowohl das Recht als auch die Pflicht dazu.

Das heißt konkret:

  • Taugt Ihnen ein Gespräch, bleiben Sie dabei, solange Sie Zeit und Lust dazu haben.
  • Taugt Ihnen ein Gespräch – wieso auch immer (s.o.) – nicht, beenden Sie es so elegant als möglich und nötig.
  • Nehmen Sie ein Gespräch, das nicht „rund“ läuft, nicht persönlich. Wer weiß, was dem anderen GP, der nicht reden will oder kann, gerade alles durch den Kopf geht.
  • Werden Sie ein angenehmer, interessanter Gesprächspartner, der ein Gespräch nett beginnen, unterhaltsam am Laufen halten und beizeiten beenden kann.

Nutzen Sie dazu meine Tipps, bleiben Sie interessiert und informiert (z.B. über HIER) und üben Sie so oft als möglich, allein, in einer Gruppe oder mit Gleichgesinnten unter professioneller Anleitung.

Schon jetzt freue ich mich auf die Teilnehmerinnen und Teilnehmer, die ich am Samstag persönlich kennenlerne, und auf einen fröhlichen, praxisnahen Kurs. Ich grüße außerdem alle engagierten Small Talker/innen, egal, ob noch Anfänger/in oder schon Experte/in.       Bis dann!

* Bei der Form Gesprächspartner (GP) sind Männer und Frauen gemeint. Die gewählte Form dient lediglich der besseren Lesbarkeit.

Über C. K.

Diplom-Sozialpädagogin (FH), Coach, Dozentin, Trainerin, Bloggerin, Ehefrau, Mutter von fünf Kindern, und seit 52 Jahren Aprilscherz ... Und Grübel - Karussell war gestern.
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