Apropos: Zahnfee

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„Mama,“  unsere Jüngste schaut mich fragend an „bei mir wackelt ein Zahn. Kommt denn dann bald die Zahnfee zu mir?“ Ich frage zurück: „Was macht denn die Zahnfee?“ – „Das Kind legt den ausgefallenen Zahn unter das Kopfkissen, die Zahnfee nimmt ihn und legt dafür ein Geschenk hin. R. hat beim ersten Wackelzahn zwei Euro bekommen, und bei den anderen kriegt er einen Euro. Oder Spielsachen. P. bringt die Zahnfee immer Süßigkeiten. Wieso machen wir das nicht?“

Unzählige Seiten im Internet beschäftigen sich mit den passenden Geschenken, der Gestaltung des Zahnfee – Briefes und vielen weiteren wichtigen Fragen rund um das „wie“. Die Frage, ob dieser ganze Rummel überhaupt sinnvoll und nötig ist, stellt sich anscheinend nur mir.

Zu Tochter4 gewandt sage ich, wie auch schon zu ihren vier Geschwistern: „Zähne wachsen, werden Wackelzähne, fallen aus und Neue wachsen nach. Das hat die Natur wunderbar eingerichtet. Natürlich sind Wackelzähne etwas Besonderes und aufregend, vorallem der erste. Doch es passiert ganz automatisch, du musst nichts dazu tun. Dafür braucht es keine Fee, keinen Trost und keine Belohnung, zumindest nicht bei uns. Ja und Geschenke gibt es hier zum Geburtstag und zu Weihnachten.

Es kommt ja auch keine Haare – oder Nägel – Fee, die jeweils die ausgefallenen Haare oder abgeschnittenen Fingernägel mitnimmt und ein Geschenk dafür hinlegt.“ – „Das wäre aber  lustig.“ lacht Tochter4. „Die hätte bei uns ganz viel zu tun und wäre dauernd da.“

Ich nehme sie in den Arm und füge hinzu: „Ich freue mich sehr, dass du deine Zähne so toll putzt, größer wirst und gesund bist, und wir alle haben dich sehr lieb. Brauchen wir da noch eine Zahnfee?“

Unser Nesthäkchen umarmt mich und schüttelt verneinend den Kopf. „Ich hab euch auch lieb, Mama. Zahnfee ist Quatsch mit Soße!“ ruft sie fröhlich und ist auch schon in den Garten zum Spielen verschwunden.

Bild von Fotolia: glossy smiley © ferkelraggae #46639057

Über C. K.

Diplom-Sozialpädagogin (FH), Coach, Dozentin, Trainerin, Bloggerin, Ehefrau, Mutter von fünf Kindern, und seit 52 Jahren Aprilscherz ... Und Grübel - Karussell war gestern.
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