Allein zu zweit: Rothenburg ob der Tauber 06.08.2016

Zwei Ruderboote am Schliersee

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Nach mehreren Anläufen: „Wir könnten doch mal …“ ergriff W. des Freitagabends die Initiative: „Morgen fahren wir Zwei nach Rothenburg. Da wolltest du doch immer schon mal hin. Um halb 10 geht es los.“ – Gesagt, getan. Nach der eineinhalbstündigen Autofahrt schlenderten wir dort gemächlich durch die Altstadt, besichtigten alte Gemäuer und Gebäude, freuten uns mit Touristen aus Asien, die schier ununterbrochen fotografierten, und aßen im Schwarzen Lamm sehr gut zu Mittag.

Bei unserem Verdauungsspaziergang trafen wir auf einen Rikschafahrer, dessen Dienst wir spontan in Anspruch nahmen. Sportlich trainiert fuhr er uns mal mit, mal ohne E-Motor durch die hügelige Stadt, erzählte Wissenswertes und zeigte uns die schönsten Plätze. Währenddessen zogen dicken Regenwolken auf, doch das Wetter hielt vorerst. Es war eine Freude, mit dem jungen Mann unterwegs zu sein und die Zeit verging wie im Flug. Abschließend waren wir uns einig: Was für ein zauberhaftes Städtchen. Als wir aus der Rikscha stiegen, begann es tatsächlich heftig zu regnen.

So verabschiedeten wir uns, reich an Eindrücken, von dieser kleinen Stadt ob der Tauber. Wir überlegten kurz und entschieden dann, „wenn wir schon mal da sind“, im knapp 35km entfernten Ansbach Kaffee zu trinken.

Wir ließen den grauen Himmel hinter uns und spazierten bei strahlendem Sonnenschein durch die belebten Gassen der Altstadt, die sich so ganz anders präsentiert als die davor Gesehene. Als wir uns die evangelisch-lutherische St. Gumbertuskirche ansahen, übte gerade eine junge Frau an der Orgel. Deren Klänge erfüllten anmutig den ganzen Kirchenraum.

Zum Abschluss unserer Städtetour ließen wir den Tag bei einem Eisbecher (statt Kaffee) ausklingen. Wir hatten die Ruhe und Beschaulichkeit genossen und einfach getan, wonach uns der Sinn stand. Entsprechend froh und erholt machten wir uns auf den Heimweg.

P.S.: Der letzte Tag zu zweit ist so viele Jahre her, dass wir uns erst nach langem Überlegen daran erinnern konnten. Damit das nicht wieder passiert, habe ich diese Notiz verfasst. Zudem hege ich die Hoffnung, dass wir Beide jetzt, wo die Kinder groß sind, bald wieder einmal auf Tour gehen. Es gibt allein um uns herum in Franken noch so viel zu sehen *michselberandienasefass*.

Bild von Fotolia: #119138837 | © Jürgen Fälchle | Zwei Ruderboote am Schliersee

Über C. K.

Diplom-Sozialpädagogin (FH), Coach, Dozentin, Trainerin, Bloggerin, Ehefrau, Mutter von fünf Kindern, und seit 52 Jahren Aprilscherz ... Und Grübel - Karussell war gestern.
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