2 Klicks für Facebook, Twitter & Co.

Bei der Gestaltung meiner Website hat mich Cathleen Grafe auf den Zusammenhang zwischen Datenschutz und der Installation von social media-Buttons aufmerksam gemacht. Wir haben uns dann für das Einbinden der 2-Klick-Variante der Heise Medien Gruppe entschieden. Gestern habe ich nun gesehen, dass es dieses Plugin auch für meinen WordPress-Blog gibt und es installiert.

In dem c´t-Artikel auf heise-online ist sehr gut erklärt, worum es geht. Sie können ihn unter dem „i“ bei den social media-Buttons anklicken. Gleichzeitig stelle ich ihn heute hier offen ein, weil ich die Informationen für sehr wichtig halte. Das eigene „Freischalten“ (s. Alle Buttons lassen sich auch dauerhaft aktivieren) funktioniert auf statischen Seiten (z.B. „Persönliches“), jedoch nicht auf Artikelseiten. Ich hoffe, dass diese Art der social media-Buttons in Ihrem Sinne ist, auch wenn sie etwas „farblos“ daherkommt ;-).

Zitat:

Jürgen Schmidt (November 2011)

2 Klicks für mehr Datenschutz

Immer mehr Web-Seiten binden die Gefällt-Mir-Buttons von Facebook, Google+ und Twitter ein; auch bei heise online stand das auf der Todo-Liste. Allerdings werden durch diese Buttons schon beim Laden der Seite – also ganz ohne dass der Anwender etwas dazu tut – Daten an die Betreiber der Netzwerkplattformen übertragen. Die enthalten neben der URL der aktuellen Seite unter anderem eine Kennung, die zumindest bei dort angemeldeten Nutzern direkt mit einer Person verknüpft ist. Facebook & Co können also komplette Surfprofile ihrer Nutzer erstellen; Details dazu erklärt der Artikel Das Like-Problem. Da dies mit unseren Vorstellungen von Datenschutz und Privatspäre nicht vereinbar ist, hat heise online eine zweistufige Lösung entworfen, die nur mit Zustimmung der Anwender Daten übermittelt.

Standardmäßig überträgt dieser Button keine Daten an Dritte. Das Konzept ist einfach. Standardmäßig bettet heise online deaktivierte Buttons ein, die keinen Kontakt mit den Servern von Facebook & Co herstellen. Erst wenn der Anwender diese aktiviert und damit seine Zustimmung zur Kommunikation mit Facebook, Google oder Twitter erklärt, werden die Buttons aktiv und stellen die Verbindung her. Dann kann der Anwender mit einem zweiten Klick seine Empfehlung übermitteln. Ist er beim sozialen Netz seiner Wahl bereits angemeldet, erfolgt das bei Facebook und Google+ ohne ein weiteres Fenster. Bei Twitter erscheint ein Popup-Fenster, in dem man den Text des Tweets noch bearbeiten kann.

Ein Klick auf einen dieser Buttons bedeutet somit, dass der Anwender seine Zustimmung erteilt, Daten an den jeweiligen Betreiber des sozialen Netzes zu übermitteln. Aber nur für diese eine Seite und für den angewählten Dienst. Beim Aufruf weiterer Heise-Seiten erscheint wieder der deaktivierte Button. So kann man die sozialen Netze nutzen, ohne dass diese gleich komplette Surf-Profile erstellen können.
Alle Buttons lassen sich auch dauerhaft aktivieren.

Wem die Übertragung der Daten egal und die Bequemlichkeit wichtiger ist, der kann den Button des von ihm regelmäßig genutzten sozialen Netzwerks dauerhaft aktivieren. Dazu setzt man unter dem Zahnrad-Icon das passende Häkchen und hat dann den gleichen Zustand wie bei vielen anderen Web-Sites: Der ausgewählte Button ist immer direkt aktiv. Über das Zahnrad-Icon kann man dies später auch wieder ändern.

Für Webmaster

Selbstverständlich wünschen wir uns, dass auch andere Sites diese Idee aufgreifen. Der Code unserer 2-Klick-Buttons ist recht einfach und weitgehend portabel. Er steht unter einer Open-Source-Lizenz, damit man ihn an seine eigenen Bedingungen anpassen kann. Wer daran Interesse hat, kann ihn kostenlos von der Projektseite herunterladen. Falls Sie ihn benutzen, freuen wir uns über eine Nachricht an 2klick@heise.de.

Andere Web-Sites

Wir sind nicht die einzigen, die eine derartige zweistufige Lösung einsetzen. Andere prominente Sites sind etwa:

  • SWR3
  • RP-Online

Wir hoffen, es werden noch mehr. (ju)

Zitatende

Über C. K.

Diplom-Sozialpädagogin (FH), Coach, Dozentin, Trainerin, Bloggerin, Ehefrau, Mutter von fünf Kindern, und seit 52 Jahren Aprilscherz ... Und Grübel - Karussell war gestern.
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